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Grundkurs Typografie und Layout: Für Ausbildung und Praxis (Galileo Design)Quelle: amazonISBN: 3836212072 21,90 EUR
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Features
Beschreibung
Mit ihrem Grundkurs Typografie und Layout taucht die Freehand- und Acrobat-Buchautorin Claudia Runk tief in die Welt der Zeichen, Lesbarkeit, Optik und Räumlichkeit ein und zeigt, dass es dabei um mehr geht, als nur schönes Aussehen -- Grundlagen, Zusammenhänge und Umsetzung.Der Anspruch an ein Buch zu Layout und Typografie ist ja hoch -- muss es doch ein Beispiel an Lesbarkeit und gutem Layout sein. Runks geht auf ihren mehr als 300 Seiten ganz entspannt damit um und sie versucht nicht mit Farbe oder tollen Kunstdrucken zu protzen. Der Grundkurs überzeugt mit seinem Inhalt.
Runks Über- und Einblick ist recht umfassend und man kann getrost nach Themen rund um Typografie und Layout suchen, die sie nicht bespricht. Finden wird man wenig. Klassisch beginnt sie mit einem Einstieg in die Entwicklung der Schrift mit Schnitten und Familien bis zu typografischen Maßsystemen und wendet sich dann den Zeichen zu, vom Bleisatz über Schriftgrößen bis hin zu Räumen, Laufweiten und Wortabständen. Grundlagen, die nicht nur Experten bekannt sein sollten. Am Anfang der Kapitel findet der Leser einen Kurzüberblick darüber, was es gleich zu lernen geben wird, die Kapitel selbst sind angefüllt mit Texten, Tipps und zahllosen Beispielen. Nach dem historischen und schrifttechnischen Rüstzeug dann die Anwendung oder besser gesagt die Wirkung: Leseformen, Schriftwirkung und Schrifteinsatz. Anders, aber ebenso wichtig: die Typografie im Web. Unterschiede Print und Web, geeignete Schriften und ein Blick auf PDF und HTML. Sehr schön ist das Kapitel zur Seite an sich, denn allzu oft wird vergessen, dass Platz nicht nur zum Füllen da ist: Raumaufteilung, Papierformat und Satzspiegel, Raster und Register. Fast am Ende dann die Gesamtkomposition aus Text und Bild. Und zum Abschluss ein Blick in die Technologie von PostScript, TrueType, Unicode und ASCII. Ach ja, ein Glossar mit gut erklärten Fachausdrücken, dann ist aber Schluss. Weil es sonst nämlich nichts mehr gibt, über dass man viele Worte verlieren könnte.
Der Grundkurs Typografie und Layout ist prima zum Einstieg, Nachschlagen und Umsetzen. Als gelernte Schriftsetzerin ist Runk weit weg vom Type-Hype und eng an der Leserrealität orientiert. Ein Buch zum Habensollen. --Wolfgang Treß
Kunden Meinungen
Sehr informativ
Datum:29.03.2010 - Rating: 5/5Gut strukturiert. Nützliche Tipps, die sich an der Praxis orientieren. Empfehlenswertes Buch auch für Quereinsteiger.
Und doch eines der besten
Datum:01.03.2010 - Rating: 5/5Das Buch zur Typografie von Claudia Runk ist für mich das beste, was es zu
diesem Thema gibt. Fast hätte ich zu einem anderen Buch gegriffen, nachdem
ich die 2-Sterne-Rezension gelesen habe - habe es aber dann glücklicherweise
doch gekauft. Es beginnt mit einem interessanten Überblick über die
Schriftgeschichte und Schriftkünstler. Gerade letzteres ist in meinen Augen
keine unnütze Information, sondern erweitert das Allgemeinwissen (will denn
niemand wissen, woher die tagtäglich verwendete Times oder Helvetica
stammt?), und auch wenn man daraus keinen direkten Nutzen zieht, ist es ein
Blick über den Tellerrand hinaus, den ich toll finde. Auch die
Schriftklassifikation gehört zum typografischen Grundwissen und darf nicht
fehlen, außerdem dienen die Klassen ganz praxisnah zum Beispiel beim Thema
Schriften mischen in Kapitel 4 als Hilfe.
Der Aufbau entspricht meinem Vorstellungen - man beginnt beim kleinsten
Zeichen und arbeitet sich über Wörter und Räume ganz nach oben zu Zeilen,
Satzspiegel und Seiten. Das alles ist rundum gut verpackt, logisch aufgebaut
und mit begleitenden Bildern und Beispielen verdeutlicht. Ein didaktisch
toll aufgebautes Buch.
Wer ein Begleitbuch zu InDesign oder Quark sucht, ist mit diesem Buch falsch
bedient. Die Zusatzinformationen zu den Programmen an den jeweiligen Stellen
empfinde ich als sehr hilfreich - sie nehmen aber (ich schätze) etwa 10
Prozent des Buchs ein, wären als Begleitbuch für ein Programm also völlig
ungeeignet.
PS Ich habe mir übrigens jetzt auch das Buch Grundkurs Grafik und Gestaltung
von der gleichen Autorin gekauft - einfach super, ich bin total begeistert.
Mit Sicherheit keines der besten zu diesem Thema
Datum:28.01.2010 - Rating: 2/5Das Buch Grundkurs Typografie und Layout von Claudia Runk hat viele schöne Seiten. Es fasst sich gut an, ist schön gesetzt (die Frau versteht ihr Handwerk) und die Verarbeitung ist - im Gegensatz zur Kritik eines anderen Beitrags hier - soweit ok. Auch inhaltlich finden sich tolle Dinge in dem Buch: die gelegentlichen Beispiele für gutes Layout und die "schlecht gemacht"/verbessert-Vergleiche am Ende des Buchs sind sehr schön.
Leider ist es viel zu einfach, nicht so schöne Sachen zu finden. Es fällt auf, dass Frau Runk wieder und wieder Fachbegriffe und Abkürzungen verwendet, ohne sie vorher eingeführt und definiert zu haben. Teilweise stehen die Definitionen auf der nächsten Seite, teils aber auch sehr woanders. Dieser Mangel tritt bei möglicherweise bekannten Fachbezeichnungen auf (Seite 20: Serifen, Kursive), häufig jedoch bei tatsächlichem Fachjargon, der nicht jedem geläufig sein dürfte. In quasi allen Kapiteln finden sich Beispiele dafür, begonnen beim ersten Kapitel über die Geschichte der Schrift (wahllos herausgegriffen: Seite 22: Minuskel, Versalie, Definition für beide erst in Kapitel 2 auf Seite 87, oder Humanistische Antiqua, Definition erst auf Seite 25) bis zum letzten Kapitel (über Schrifttechnologie), in dem z.B. die Abkürzung RIP verwendet wird, deren Definition sich gar nicht findet, auch nicht im Glossar (Nicht Rest In Peace, sondern der Raster Image Processor ist gemeint).
Der Autorin gelingt es nicht, die doch zahlreichen Fachbegriffe durchgängig ordentlich und in konsistenter Art zu definieren. Kommt eine Definition, so kann es passieren, dass sie einen gleich dreimal auf derselben Seite anlacht: Im Fließtext, in einer Randbox und im Beispielbereich am unteren Bildrand, die den Definitionstext zur Demo verwendet (Beispiel: S. 135, Flattersatz). Manche "Definitionen" sind dagegen gar keine, sondern eher schlechte Versuche derselben: Für semantische Typografie (S. 183) wird eine allgemeine Beschreibung von Semantik und eben semantischer Typografie gegeben, eine schlecht gewählte Anmerkung eines Typografen noch dazu, und am Seitenende erwarten einen schließlich drei in den Raum gestellte Beispiele. Keine Erklärung dazu. Das Kapitel endet damit.
Während Frau Runk in manchen Beschreibungen die praktischen Implikationen deutlich herausstellen kann, patzt sie bei anderen Beschreibungen und lässt den Leser mit den dahingeworfenen Informationen allein. Beispielsweise stellt sie verschiedene Schriftklassifikationen vor, ohne sie im eigenen Werk nutzdienlich weiterzuverwenden. Es wäre besser gewesen, sie hätte sich entschieden: Entweder sie mag diese und verwendet sie konsequent zur Orientierung oder sie mag sie nicht und lässt sie weg. Was nun tatsächlich im Buch ankommt, ist ein halbgarer Kompromiss aus der Kategorie "sollte man mal von gehört/gelesen haben" und gehört in die Schublade "nutzlose Grundlagen".
Ein weiteres Beispiel für dieses Infos-vor-die-Füße-geworfen-bekommen ist der Abschnitt 1.6 über Schriftkünstler. Er steht ohne Einleitung, sodass man nicht so recht weiß, was einem die Lektüre bringen soll. Die Biographien sind zusammengestückelt und wirken wie ein ungeordnetes Dies und Das.
In dem Buch wird wiederholt auf die Produkte Adobe InDesign und Quark XPress eingegangen. Es stört jedoch eher den Lesefluss und wäre besser zusammengefasst in einem Anhang aufgehoben. Auf diesen hätte man bei Bedarf im Hauptteil verweisen können.
Insgesamt lässt sich sagen, dass das Buch vielleicht als Begleitbuch in einem InDesign-Workshop oder XPress-Lehrgang geeignet sein mag, bei dem ein Ausbilder, den man fragen kann, zugegen ist. Beim autodidaktischen Lesen (mein Ansatz) ist es höchstens zweite Wahl. Die Struktur zeigt viele Mängel. Dies ist schade, denn offensichtlich ist Claudia Runk fähige Fachfrau. Nur halt nicht gerade als Texterin.
Gute Übersicht
Datum:02.04.2009 - Rating: 4/5Als Einstieg in die Typographie sehr gut geeignet. Es werden alle wichtigen Themen (Druck, Formate, Auszeichnung, Wirkung, Geschichte u.v.m) angesprochen, in einer ansprechenden Art und Weise. So ist es möglich als absoluter Anfänger das breite Spektrum an typographischen Themen einzusehen und sich dann gezielt weiterführende Literatur dazuzunehmen. Gelungen!
Grundkurs Typografie und Layout
Datum:30.03.2008 - Rating: 5/5Mit dem vorliegenden Buch »Grundkurs Typografie und Layout« von Claudia Runk liegt ein 316-seitiges Werk in kompakten Umfang über die wichtigsten Aspekte in der typografischen Gestaltung für Ausbildung und Praxis vor. Claudia Runk kommt dabei kurzweilig auf den Punkt und stellt als erstes die Geschichte der Schrift vor.
Dann werden Schriftentwicklung, Schnitte und Familien, Schriftklassifizierung sowie das typografische Maßsystem vorgestellt. Einen Teil nimmt dabei die Vorstellung bekannter Typedesigner ein, wie z.B. Otl Aicher, Neville Brody, Adrian Frutiger, Lucas de Groot, Erik Spiekermann oder Hermann Zapf.
Über die Eigenschaften der Zeichen geht es weiter über Wort und Zeilen, Abständen und Layoutfehler bis hin zur Schriftwirkung und deren Eigenheiten. In einem weiteren Kapitel wird die Typografie im Internet und die Mikrotypografie zum Thema.
Unterschiede zwischen Print- und Screentypo werden erklärt, geeignete Schriften für das Web vorgestellt, sowie die Besonderheiten des PDF- und HTML–Formats herausgearbeitet.
Im Layout–Teil des Werkes geht es um Grundlagenwissen wie Seitenaufteilung, Papierformate und Satzspiegel. Auch Gestaltungsraster und Registerhaltigkeit werden dabei vermittelt. Immer wieder wird der Lehrstoff dabei durch praktische Einführungen in die Grundfunktionen gängiger DTP–Programme wie InDesign oder QuarkXPress ergänzt. Viele Bilder und Fotos veranschaulichen und begleiten den Lernprozess in leicht verständlicher Art.
Zum Ende hin wird anhand des Beispiels eines Magazins der Gesamtablauf einer Layoutkomposition vorgestellt, in dem Bilder, Texte und schmückende Elemente eingesetzt werden. Den Abschluss bilden Informationen über Schrifttechnologien, True- und OpenType, Postscript sowie Multimaster. Mit einem Glossar über die wichtigsten Fachbegriffe schliesst das Buch ab.
Fazit: »Grundkurs Typografie und Layout« ist ein praktisches Basiswerk für Berufsanfänger und Einsteiger, die einen schnellen und gründlichen Überblick über die komplexe Thematik haben wollen. Aber auch für den Profi kann es ein sinnvolles Nachschlagewerk sein, um von Zeit zu Zeit Fachwissen aufzufrischen.
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